- B r u n c h - Jeden Sonntag und jeden
Feiertag ein reichhaltiges
Morgenbuffet von 10.00-14.00 Uhr!
- E s s e n
-
Mittagessen gibt es
jeweils von 11.45-14.00 Uhr.
Abendessen
von 18.30-23.00 Uhr (So ab 18.00).
Je nach Saison-, Markt- und Ideenlage wechseln die Menüs. Zu den
im voraus bekannten Mittagsmenüs der Woche
gesellen sich weitere
Gerichte an der Tafel im Restaurant. Die Abendkarte wechselt
täglich.
- R e s e r v a
t i o n e n -
Wir nehmen
telefonische Reservationen gerne unter 031
332 39 29 entgegen. Für den Garten
sind keine Reservationen möglich.
- B i o l i g
h t - Seit langem ein
Thema und mittlerweile auch schon seit langem umgesetzt: In der Brass
wird mehrheitlich biologisch gegessen und getrunken. Wie es dazu kam.
von Evelyn G. (Köchin in der Brass von 1996 -
2009)
Als ich 1996 in der Brass zu kochen anfing, wurde
mir gesagt, einer der Grundsätze der Einkaufspolitik sei es, wenn
möglich, Produkte aus ökologischem Anbau sowie Fleisch aus artgerechter
Tierhaltung zu berücksichtigen. Zudem sollten regionale Betriebe
bevorzugt werden. Vor diesem Hintergrund war die angestrebte, komplette
Umstellung auf Produkte aus biologischem Anbau eine logische Folge
dieser Ansprüche.
Ausserdem hatte die Brass seit geraumer Zeit eine breite Palette an
Bio-Produkten im Angebot.
Seit
- 1985 Fleisch von Res Bärtschi
- 1986 sporadisch Saisongemüse, Früchte und Kräuter von Hans Bart
- 1995 Bio-Milch vom LOLA, diverse Bio-Weine, Eier vom Bauer Baumgartner
- 1997 Gemüse vom Biohof Heimenhus, Fam. Hänni
- 1998 Lagerwaren (z.B. Teigwaren, Pelati, Nüsse, Olivenöl etc.) von
Bio-Service
Die übrigen Produkte auf dem Teller und im Glas waren vorläufig noch
"konventioneller" Herkunft. Ab Mitte der 90er-Jahre tauchte das Thema
"Umstellung auf Produkte aus biologischem Anbau" regelmässig an
Sitzungen auf. Eine Arbeitsgruppe widmete sich in der Folge intensiver
dem Thema. Vorerst geschah aber nichts. Mit der Zeit wollten ein paar
Kollektivmitglieder den Worten endlich Taten folgen lassen. Die Brass
konnte dabei von den Erfahrungen verschiedener MitarbeiterInnen
profitieren, die zum Beispiel als LandschaftsgärtnerInnen Erfahrungen
mit biologischem Gemüseanbau hatten. Die Diskussionen hörten allerdings
nie auf. Vereinzelt war sogar der Ruf zu vernehmen, das Bio-Level der
Brass Richtung "Knospe"-Gütesiegel hochzuschrauben. Hier zeigte sich,
dass wir der Zeit wohl etwas voraus sein wollten, denn es gab da ein
paar unüberwind- bare Schwierigkeiten.
Eine Beiz ist
kein Bio-Laden
Das Angebot des Bio-Lieferanten Horai war vorwiegend auf die
Bedürfnisse der kleinen Bio-Lädeli ausgerichtet. Das äusserte sich zum
Beispiel bei den Verpackungseinheiten, die häufig zu gross oder zu
klein waren oder wenn für ein Produkt nur ein einziger Lie- ferant
berücksichtigt wurde. Wenn dieser nicht liefern konnte, konnte es zum
Beispiel vorkommen, dass es für eine Weile kein Pesto gab - und das
mittem im Sommer.
Weiter gab es Probleme mit zu teuren Produkten,
die nicht in Frage kamen (Kochöl, Konfitüre), oder die im Sortiment
nicht existierten (Tomatenpüree), oder nach unserer Prüfung nicht in
Frage kamen (klumpender Zucker).
Lange Lieferdistanzen erschwerten zudem das
Bestellen von leicht verderblichen Produkten wie etwa Kaffee- und
Vollrahm (man musste den neuen Rahm bestellen, bevor der alte überhaupt
in der Brass angekommen war) ganz zu schweigen von seiner jeweils
kurzen Haltbarkeit. In Konflikt kamen wir auch mit unserem Anspruch,
nur saisongerechte Produkte anzubieten. Soll man etwa biologische
Orangen aus Israel oder Bananen aus Uganda anbieten?
Zur Zeit stammt das gesamte Gemüse sowie Früchte
aus biologischem Anbau, wie auch sämtliche Milchprodukte (ausser Rahm)
und gewisse lagerbare Lebensmittel. Ein Gross- teil des Weinangebots,
ein Teil der nicht-alkoholischen Getränke sowie mehr als die Hälfte des
breiten Biersortiments ist ebenfalls biologisch.
In der Brass ist die "Knospe" nicht aufgegangen.
Nicht zuletzt das Lebensmittelgesetzt setzte uns hierbei Grenzen. Wenn
gewisse Lebensmittel etwa haltbar und keimfrei gemacht werden, erfüllen
sie nämlich die Richtlinien für die Klassifizierung "biologisch" nicht
mehr. Aus diesem Grund kann das Sortiment der Brass nur als bio-light
bezeichnet werden.