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Öffnungszeiten
Montag
17:00 -
00:30
Dienstag - Freitag
08:00 -
00:30
Samstag
09:00 -
00:30
Sonntag
10:00 -
00:30


Restaurant
Genossenschaft Brasserie Lorraine
Quartiergasse 17
3013 Bern
Tel. 031 332 39 29

E-Mail info(ät)brasserie-lorraine.ch

Lageplan
                                                                                                                              
 

- B r u n c h -
Jeden Sonntag und jeden Feiertag ein reichhaltiges Morgenbuffet von 10.00-14.00 Uhr!

- E s s e n -
Mittagessen gibt es jeweils von 11.45-14.00 Uhr.
Abendessen von 18.30-23.00 Uhr (So ab 18.00).
Je nach Saison-, Markt- und Ideenlage wechseln die Menüs. Zu den im voraus bekannten Mittagsmenüs der Woche gesellen sich weitere Gerichte an der Tafel im Restaurant. Die Abendkarte wechselt täglich.

- R e s e r v a t  i o n e n - 
Wir nehmen telefonische Reservationen gerne unter 031 332 39 29 entgegen. Für den Garten sind keine Reservationen möglich.


- B i o  l i g h t -
Seit langem ein Thema und mittlerweile auch schon seit langem umgesetzt: In der Brass wird mehrheitlich biologisch gegessen und getrunken. Wie es dazu kam.
von Evelyn G. (Köchin in der Brass von 1996 - 2009)

Als ich 1996 in der Brass zu kochen anfing, wurde mir gesagt, einer der Grundsätze der Einkaufspolitik sei es, wenn möglich, Produkte aus ökologischem Anbau sowie Fleisch aus artgerechter Tierhaltung zu berücksichtigen. Zudem sollten regionale Betriebe bevorzugt werden. Vor diesem Hintergrund war die angestrebte, komplette Umstellung auf Produkte aus biologischem Anbau eine logische Folge dieser Ansprüche.
Ausserdem hatte die Brass seit geraumer Zeit eine breite Palette an Bio-Produkten im Angebot.

Seit
- 1985 Fleisch von Res Bärtschi
- 1986 sporadisch Saisongemüse, Früchte und Kräuter von Hans Bart
- 1995 Bio-Milch vom LOLA, diverse Bio-Weine, Eier vom Bauer Baumgartner
- 1997 Gemüse vom Biohof Heimenhus, Fam. Hänni
- 1998 Lagerwaren (z.B. Teigwaren, Pelati, Nüsse, Olivenöl etc.) von Bio-Service

Die übrigen Produkte auf dem Teller und im Glas waren vorläufig noch "konventioneller" Herkunft. Ab Mitte der 90er-Jahre tauchte das Thema "Umstellung auf Produkte aus biologischem Anbau" regelmässig an Sitzungen auf. Eine Arbeitsgruppe widmete sich in der Folge intensiver dem Thema. Vorerst geschah aber nichts. Mit der Zeit wollten ein paar Kollektivmitglieder den Worten endlich Taten folgen lassen. Die Brass konnte dabei von den Erfahrungen verschiedener MitarbeiterInnen profitieren, die zum Beispiel als LandschaftsgärtnerInnen Erfahrungen mit biologischem Gemüseanbau hatten. Die Diskussionen hörten allerdings nie auf. Vereinzelt war sogar der Ruf zu vernehmen, das Bio-Level der Brass Richtung "Knospe"-Gütesiegel hochzuschrauben. Hier zeigte sich, dass wir der Zeit wohl etwas voraus sein wollten, denn es gab da ein paar unüberwind- bare Schwierigkeiten.

Eine Beiz ist kein Bio-Laden
Das Angebot des Bio-Lieferanten Horai war vorwiegend auf die Bedürfnisse der kleinen Bio-Lädeli ausgerichtet. Das äusserte sich zum Beispiel bei den Verpackungseinheiten, die häufig zu gross oder zu klein waren oder wenn für ein Produkt nur ein einziger Lie- ferant berücksichtigt wurde. Wenn dieser nicht liefern konnte, konnte es zum Beispiel vorkommen, dass es für eine Weile kein Pesto gab - und das mittem im Sommer.

Weiter gab es Probleme mit zu teuren Produkten, die nicht in Frage kamen (Kochöl, Konfitüre), oder die im Sortiment nicht existierten (Tomatenpüree), oder nach unserer Prüfung nicht in Frage kamen (klumpender Zucker).

Lange Lieferdistanzen erschwerten zudem das Bestellen von leicht verderblichen Produkten wie etwa Kaffee- und Vollrahm (man musste den neuen Rahm bestellen, bevor der alte überhaupt in der Brass angekommen war) ganz zu schweigen von seiner jeweils kurzen Haltbarkeit. In Konflikt kamen wir auch mit unserem Anspruch, nur saisongerechte Produkte anzubieten. Soll man etwa biologische Orangen aus Israel oder Bananen aus Uganda anbieten?

Zur Zeit stammt das gesamte Gemüse sowie Früchte aus biologischem Anbau, wie auch sämtliche Milchprodukte (ausser Rahm) und gewisse lagerbare Lebensmittel. Ein Gross- teil des Weinangebots, ein Teil der nicht-alkoholischen Getränke sowie mehr als die Hälfte des breiten Biersortiments ist ebenfalls biologisch.

In der Brass ist die "Knospe" nicht aufgegangen. Nicht zuletzt das Lebensmittelgesetzt setzte uns hierbei Grenzen. Wenn gewisse Lebensmittel etwa haltbar und keimfrei gemacht werden, erfüllen sie nämlich die Richtlinien für die Klassifizierung "biologisch" nicht mehr. Aus diesem Grund kann das Sortiment der Brass nur als bio-light bezeichnet werden.